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Marie


Anmeldedatum: 31.03.2010 Beiträge: 421 Wohnort: Bayern
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Verfasst am: 01.07.2010, 12:01 Titel: Rhythmus der Sprache
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Hallo ihr Lieben
Seit Tagen feile ich am Text meiner Kurzgeschichte. Jedes Mal habe ich das Gefühl, meine Geschichte klingt zu abgehackt. Es heißt doch immer: kurze Sätze verwenden.
Es sollte eine Pferdegeschichte für ein Fachmagazin werden und ich darf 7700 Zeichen einschließlich Leerzeichen nicht überschreiten - also kein Roman.
Flüssig aber trotzdem informativ zu schreiben, scheint mein Problem zu sein.
Manchmal bin ich mir unsicher, ob ein Lesefluss gegeben ist oder nicht.
Habt ihr Tipps für mich?
Und hat flüssiges Schreiben etwas mit Rhythmus zu tun? (Es ist schließlich kein Gedicht).
Liebe Grüße
Marie _________________ www.marie-luise-schoenleben.de
Verkauf auf Flohmärkten
ISBN 978-3-8391-9187-3 |
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Christa


Anmeldedatum: 10.08.2009 Beiträge: 851
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Verfasst am: 01.07.2010, 12:09 Titel:
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Hi Marie
Ich mag lange Sätze und schreibe sie auch gerne.
ich bin mir jetzt nicht sicher, was du genau meinst?
Wenn du willst, schick mir einen Ausschnitt deines Textes und ich versuche herauszufinden ob ich was abgehacktes erkennen kann.
Lg Christa  |
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Marie


Anmeldedatum: 31.03.2010 Beiträge: 421 Wohnort: Bayern
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Verfasst am: 01.07.2010, 12:19 Titel:
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Hi Christa
z.B.
Jeder meiner Transporte lehrt mich Neues. Und die Vielfalt an Problemen mit Pferden ist kaum zu überbieten. Wie so oft bekam ich einen Auftrag, der sich zunächst fantastisch anhörte: Ein Pferd sollte... _________________ www.marie-luise-schoenleben.de
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Christa


Anmeldedatum: 10.08.2009 Beiträge: 851
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Verfasst am: 01.07.2010, 12:45 Titel:
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Jeder meiner Transporte lehrt mich Neues, die Vielfalt an Problemen mit Pferden ist kaum zu überbieten. Wie so oft bekam ich einen Auftrag, der sich zunächst fantastisch anhörte: Ein Pferd sollte...
Okay, also, ich vermeide grundsätzlich und /oder am Anfang...zudem achte ich darauf ein Komma zu setzen wenn ich damit das und vermeiden kann. Die beiden Wörter zu oft gebraucht, bremsen den Text  |
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M-F Hakket


Anmeldedatum: 28.07.2009 Beiträge: 684 Wohnort: Bremervörde
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Verfasst am: 01.07.2010, 13:07 Titel:
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Hi Marie,
wer hat erzählt, dass man möglichst kurze Sätze machen muss?
Die Satzlänge ist wie vieles andere auch ein mögliches Stilmittel. Kurze Sätze machen Tempo, lange Sätze nehmen Tempo raus und vermitteln (in Fachbüchern) Seriosität und bestimmte Stimmungen.
Bei deinem Beispiel wüsste ich nicht, ob ich das nun zwei Sätze oder einen Satz mit Komma draus machen würde.
Ich würde aber einen Absatz einfügen.
Jeder meiner Transporte lehrt mich Neues. Und die Vielfalt an Problemen mit Pferden ist kaum zu überbieten.
Das ist eine allgemeingültige Aussage. Das, was du da sagst, gilt grundsätzlich.
Wie so oft bekam ich einen Auftrag, der sich zunächst fantastisch anhörte: Ein Pferd sollte
Jetzt gehst du ins Detail, wirst genauer.
Also würde ich hier klar abgrenzen.
Oder formuliere ganz um:
Pferde können schon eine ganze Menge Probleme verursachen, vor allem, wenn man sie transportieren will. Das mögen sie nämlich nicht wirklich. Das zeigte sich mal wieder bei einem Auftrag, der sich im ersten Moment fantastisch anhörte. Das Pferd sollte ...
(Mag vielleicht nicht genau das sein, was du ausdrücken willst, aber wenn du an Sätzen verzweifelst, kann es nützlich sein, sie völlig neu zu gestelten. _________________ In jedem Menschen existieren düstere Orte. Und wer glaubt, keinen dieser Orte in sich zu tragen, hat den Weg dorthin nur noch nicht gefunden.
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"Die Katze von Frau Wagner" http://www.tordenfjord.de/buecher/wagner.html
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http://www.gold.de/forum/ http://www.silber.de/forum/ |
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Marie


Anmeldedatum: 31.03.2010 Beiträge: 421 Wohnort: Bayern
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Verfasst am: 01.07.2010, 13:53 Titel:
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Christa:
Und/oder am Satzanfang vermeiden ist ein guter Tipp.
Bei deinem Beispiel mit dem Komma statt "und", habe ich das Gefühl es fehlt ein "denn" nach dem Komma.
Hakket:
Die Idee mit dem Absatz sehe ich ein. Die ersten beiden Sätze als Einleitung und dann der Beginn meiner eigentlichen Geschichte. Ich bin mir allerdings nicht sicher ob nicht eventuell eine Überleitung fehlt. _________________ www.marie-luise-schoenleben.de
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Thesken


Anmeldedatum: 02.08.2009 Beiträge: 1066 Wohnort: Unna
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Verfasst am: 01.07.2010, 13:57 Titel:
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Marie, ich würde dann auf jeden Fall noch irgendeine kurze Überleitung einfügen. Der Wechsel kommt mir persönlich zu abrupt.
Vielleicht so etwas:
Jeder meiner Transporte lehrt mich Neues. Und die Vielfalt an Problemen mit Pferden ist kaum zu überbieten.
Das bekam ich erst neulich wieder zu spüren. Wie so oft bekam ich einen Auftrag, der sich zunächst fantastisch anhörte: Ein Pferd sollte
Liebe Grüße,
Theresa
P. S.: Ich variiere die Satzlänge eigentlich immer (sogar unbewusst). Das macht den Text interessanter und lässt ihn weniger monoton erscheinen. _________________ Nayas Suche - Geheimnisvolles Ayana
Shaker Media, 2008
ISBN: 978-3-86858-068-6
Miro - Kleiner Drache ganz groß
Shaker Media, 2009
ISBN: 978-3-86858-372-4
Sprache ist mehr als nur Worte - Sprache ist Magie
Mein Blog: www.saoirseomara.wordpress.com |
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Christa


Anmeldedatum: 10.08.2009 Beiträge: 851
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Verfasst am: 01.07.2010, 13:58 Titel:
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Ich würe die Story erst einmal aus dem Bauch raus schreiben und dann mit gezielten Überlegungen an die Sache rangehen. Wenn du jetzt zuviel grübbelst, bremst du dich aus...  |
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Marie


Anmeldedatum: 31.03.2010 Beiträge: 421 Wohnort: Bayern
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Verfasst am: 01.07.2010, 20:59 Titel:
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Meine Story ist eigentlich schon fertig. Aber beim Durchlesen kommen mir Zweifel.
Flüssiges Schreiben sollte den Leser motivieren weiter zu lesen.
Was haltet ihr von diesen Wörtern am Anfang des Satzes: aber, nachdem, dann, schließlich, doch, anschließend, jetzt, unmittelbar...
sind das geeignete Stilmittel um den Leser bei der Stange zu halten? Natürlich ist Monotonie zu vermeiden. Wobei der Schreibstil beibehalten werden soll, oder?
Was zeichnet einen flüssig geschriebenen Text aus? Welcher Hilfsmittel kann man sich bedienen? _________________ www.marie-luise-schoenleben.de
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Inselchen

Anmeldedatum: 11.08.2009 Beiträge: 1178
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Verfasst am: 01.07.2010, 21:24 Titel:
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Liebe Marie,
da kann ich nur nochmal fragen: Soll es sich um eine echte Kurzgeschichte oder um eine kurze Geschichte handeln? Die Regeln der Kurzgeschichte habe ich hier schon einmal in einer Kurzfassung zusammengestellt, da geht es nicht unbedingt um flüssigen Stil, Wechseln der Satzanfänge, solche Stilmittel gehen eher in die erzählerische Richtung. Ach ja, und bei einer echten Kurzgeschichte sind auch kurze Sätze erwünscht. Leider vermischen viele diese Begriffe und so kann Verunsicherung aufkommen und es ist dann auch schwer, einen Rat zu geben.
Hier nochmals Infos zur eigentlichen KG: http://de.wikipedia.org/wiki/Kurzgeschichte#Merkmale
Gruß und viel Erfolg Elfie  _________________ Webseite: http://www.inselchen.com
Forum: http://www.1000wuensche.de/cgi-bin/sbb138/sbb.cgi?
Neueste Anthologie:
Osterinselchen, 6. Anthologie des Inselchenforums, Tordenfjord Verlag 2010 |
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Marie


Anmeldedatum: 31.03.2010 Beiträge: 421 Wohnort: Bayern
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Verfasst am: 01.07.2010, 21:55 Titel:
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Hallo Elfie,
danke für die Info.
Demnach zu urteilen ist es eine Kurzgeschichte. Eine wahre Geschichte, die den Leser zum Nachdenken anregt. _________________ www.marie-luise-schoenleben.de
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Inselchen

Anmeldedatum: 11.08.2009 Beiträge: 1178
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Verfasst am: 01.07.2010, 22:00 Titel:
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Vielleicht fragst du mal genau nach, ob eine Kurzgeschichte oder eine kurze Geschichte gefordert ist, sonst schwimmst du rum und weißt nicht, was man eigentlich von dir will. Eine echte Kurzgeschichte hat einen offenen Anfang, einen offenen Schluss, eine Haupthandlung, wenig Orte, wenig Personen, kaum erzählerische Momente, ist übertragbar auf andere Situationen, oft- nicht immer - haben die Personen keine Namen..... Aber wenn sie eine kurze Geschichte wollen, sollte man wissen, sachlich, erzählerisch, wie auch immer, sonst fischste im Trüben rum.
Grüßle Elfie |
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Marie


Anmeldedatum: 31.03.2010 Beiträge: 421 Wohnort: Bayern
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Verfasst am: 02.07.2010, 20:11 Titel:
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Danke für eure Antworten.
Ich habe noch im Internet recherchiert.
Unter www.akademie.de gibt es für Autoren viele hilfreiche Tipps und Beispiele.
Ob es sich um eine kurze Geschichte, einen Roman, Krimi, Bericht oder Thriller handelt, flüssiges Schreiben setzt einige Stilmittel voraus.
Zum Beispiel:
eine gute Mischung von aktiven und passiven Verben. Wobei aktive Wörter den Text lebendiger machen.
Wortwiederholungen vermeiden und Synonyme verwenden.
Lebendige Figuren usw.
Manchmal fehlt auch nur eine Überleitung, wie Theresa bemerkt hat.
Oder ein Absatz wäre angebracht, wie Hakket beschrieb.
Auch die Form eines Textes sollte beachtet werden, wie Elfie meinte- Kurzgeschichte, kurze Geschichte, Roman oder Artikel.
Christas Rat, zuerst aus dem Bauch raus schreiben und dann in Ruhe überarbeiten finde ich auch gut.
In Zukunft werde ich diese Kriterien berücksichtigen.
Probieren geht über Studieren.
Liebe Grüße
Marie _________________ www.marie-luise-schoenleben.de
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Inselchen

Anmeldedatum: 11.08.2009 Beiträge: 1178
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Verfasst am: 02.07.2010, 20:29 Titel:
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Liebe Marie,
gut, dass du aktiv am Ball bleibst, so schnell kann man ja über die Ferne nicht immer den "richtigen" Tipp geben, ich glaub, besonders gut ist selbst aktiv zu werden und dann genauer nachzuforschen, nachzufragen und dann selbst entscheiden, weil man ja nicht alles, was im www. steht, für die Literatur-Bibel halten kann.  |
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M-F Hakket


Anmeldedatum: 28.07.2009 Beiträge: 684 Wohnort: Bremervörde
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Verfasst am: 02.07.2010, 20:55 Titel:
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Hi Marie,
es ist grundsätzlich gut, sich mit der "Technik" und der "Theorie" zu beschäftigen, aber manchmal habe ich den Eindruck, dass - wenn Texte "technisch" gesehen perfekt sind - sie durch zuviel Theorie ihre Seele verlieren.
Es gibt hier eine recht umfangreiche Kurzgeschichtenabteilung. Schau dir da einfach mal ein paar Geschichten an. Wenn du welche findest, die dir gefallen, schau, wie sehr diese sich an "Technik" halten. Und ob überhaupt.
Das Leben ist nicht perfekt. Literatur auch nicht. Und wenn sie es ist, ist sie öde.  _________________ In jedem Menschen existieren düstere Orte. Und wer glaubt, keinen dieser Orte in sich zu tragen, hat den Weg dorthin nur noch nicht gefunden.
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"Die Katze von Frau Wagner" http://www.tordenfjord.de/buecher/wagner.html
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Edith Wilde


Anmeldedatum: 19.06.2010 Beiträge: 149
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Verfasst am: 06.07.2010, 00:11 Titel:
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| Der Fluss kommt automatisch, wenn du selber wieder fließt. Wenn du dich zu sehr anstrengen musst, mach lieber eine Pause. Locker werden und LOS. |
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| Zeitangaben: Berlin (Sommerzeit)
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